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Implantierter
Blutdrucksensor verringert Infektionsrisiko bei Langzeitüberwachung
Die- kontinuierliche Überwachung
des Blutdrucks ist für viele Patienten lebenswichtig, z.B.
auf der Intensivstation nach schweren Unfällen oder nach neurochirurgischen
Eingriffen im Gehirn. Heute werden diese Messungen mit Kathetersystemen
durchgeführt. Die Katheter können allerdings nur wenige Tage
im Körper des Patienten verbleiben, da die Infektionsgefahr
durch die dabei notwendige Verbindung mit der Außenwelt sehr
hoch ist.
Eine wesentliche Verbesserung
schafft hier ein implantierbarer Blutdruckmesser, der über
Fernabfrage ausgelesen werden kann. Im Rahmen des vom Bundesministerium
für Forschung und Technologie (BMBF) geförderten Projektes
ITES (Implantable Telemetric Endosystem) haben Forscher
der Siemens AG in Zusammenarbeit mit den Universitäten
Bremen, Bochum und Rostock einen solchen Blutdrucksensor entwickelt.
Der Sensorchip mißt nur 0,8 mm
x 3,8 mm bei einer Dicke von weniger als 0.5 mm. Das eigentliche
Sensorelement ist eine mit den Verfahren der Oberflächen-Silizium-Mikromechanik
hergestellte "Druckdose" , deren Volumenänderung
bei Druckschwankungen kapazitiv gemessen wird. Eine im Sensor
integrierte Auswerteeinheit wandelt die Meßdaten in digitale
Informationen um, die ein ebenfalls implantierter Sender an
eine außerhalb des Patienten befindliche Monitoreinheit überträgt.
Der Drucksensor hat eine Auflösung von mehr als 12 bit, das
entspricht im für den Arzt interessanten Bereich einer Ablesegenauigkeit
von < 0 2 mmHg. Großer Wert wurde beim Entwurf des Chips
auf einen geringen Energieverbrauch gelegt. Sensor und Auswerteelektronik
kommen bei 2.2 V Versorgungsspannung zusammen mit nur 0,5
mVV aus.
Der Blutdrucksensor wird derzeit
an der Klinik Bergmannsheil in Bochum getestet.
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