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European
Congress of Radiology) 2007 in Wien
Elastographie: Neue
Ultraschalltechnologie von Siemens
verspricht Reduktion von Brustbiopsien
Wien,
09.03.2007
Elastographie
nennt sich ein neues Verfahren im
Ultraschall, das Siemens Medical Solutions
auf dem ECR (European Congress of Radiology)
2007 in Wien vorgestellt hat. Die neue
Technik kann ergänzend zur regulären
Ultraschalluntersuchung der Brust eingesetzt
werden, um gutartiges von bösartigem Gewebe
zu unterscheiden. Möglich wird dies durch
die von Siemens entwickelte Software „eSie
Touch Elasticity Imaging“. Mediziner
hoffen, dass dieses neue Verfahren vielen
Patientinnen in Zukunft eine Biopsie
erspart. Es wird derzeit in mehreren Studien
erprobt und als sehr zuverlässig eingestuft.

Siemens
Pressebild
Mithilfe von
eSie Touch Elasticity Imaging erstellt der
Arzt ein Elastogramm, das ihm zusätzliche
Informationen über Läsionen in der Brust
liefert. Die Methode wird über sanften Druck
von modernen Schallköpfen auf die Brust
ausgeübt – in der Regel geschieht dies
allein schon über den Herzschlag oder die
Atmung der Patientinnen. Zusätzliche Geräte
– außer einem High-End-Ultraschallsystem –
sind dafür nicht notwendig.
In einer
kürzlich vorgestellten Studie wurden 80
Patientinnen mit insgesamt 123 verdächtigen
Läsionen untersucht. Dabei wurden mit Hilfe
der Elastizitätsmessung 18 Läsionen als
bösartig eingestuft; in 17 Fällen wurde dies
durch eine Biopsie, also Gewebeentnahme aus
der Brust mittels einer Punktionsnadel,
bestätigt. 105 der Läsionen wurden durch die
Elastitzitätsmessung als gutartig erkannt
und danach in der Biopsie auch als gutartig
be-stätigt. „Elasticity Imaging hat eine
sehr hohe Spezifität“, bestätigte der Leiter
der Studie, Richard Barr, Professor für
Radiologie am Northeastern Ohio University
College of Medicine und Radiologe am
Southwoods X-Ray und MRI in Youngstown,
Ohio/USA. Barr hofft, dass durch den Einsatz
von Elastographie in Zukunft bei vielen
Patientinnen keine Biopsie mehr durchgeführt
werden muss. „Das erspart eine unnötig lange
Wartezeit, bis eine sichere Diagnose
vorliegt,“ ergänzte er. In umfangreichen
Studien in Europa und USA werden die
Ergebnisse der Barr-Studie gegenwärtig
überprüft.
Die
Elastographiebildgebung kann festes von
weichem Gewebe unterscheiden. Weicheres
Gewebe ist in den meisten Fällen gutartig,
es ist komprimierbar und erscheint auf dem
Bildschirm als weißes Feld; hartes Gewebe in
der Brust lässt sich nicht komprimieren und
wird auf dem Bildschirm dunkel angezeigt.
„Die mechanischen Eigenschaften von
Weichteilgewebe zu diagnostischen Zwecken zu
nutzen, ist so alt wie die Medizin. Diese
Erkenntnis hatte bereits Hippokrates vor
mehr als 2000 Jahren“, sagte Klaus Hambüchen,
Leiter des Geschäftsgebiets Ultraschall bei
Siemens Medical Solutions. „Uns ist es
gelungen, diese Eigenschaft mit Hilfe von
Ultraschall darzustellen. Damit erzielen wir
einen deutlichen Fortschritt in der
Mammadiagnostik.“
Auch wenn
Ultraschalluntersuchungen Biopsien nicht
generell vermeiden können, so erhofft man
sich von dieser neuen Methode doch eine
deutliche Reduzierung von Brustbiopsien.
Denn eine Biopsie bedeutet für die
Patientinnen nicht nur einen unangenehmen
Eingriff, sondern oft auch ein unnötig
langes Warten auf das Ergebnis.
Expertenschätzungen zufolge sind etwas 75
Prozent aller Biopsien negativ, deshalb
liegt in der Elastographiebildgebung ein
großes Potenzial, nicht nur die Vorsorge zu
verbessern, sondern gleichzeitig Kosten zu
sparen.
Auf dem
Ultraschallsystem Siemens Acuson Antares
Premium Edition wird „eSie Touch Elasticity
Imaging“ ab April 2007 erhältlich sein. Die
Technologie ist Bestandteil des umfassenden
Softwarepakets von Siemens für
Mammadiagnostik.
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Siemens Medical Solutions ist
weltweit einer der größten Anbieter im
Gesundheitswesen. Der Bereich steht für
innovative Produkte und Komplettlösungen
sowie für ein umfangreiches Angebot von
Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt
wird das gesamte Spektrum von bildgebenden
Systemen für Diagnose und Therapie, über die
Molekularmedizin und die Audiologie bis hin
zu IT-Lösungen. Jüngste Akquisitionen auf
dem Gebiet der Labordiagnostik (In-Vitro) –
wie die Diagnostic Products Corporation und
Bayer Diagnostics – ebnen den Weg dazu,
weltweit erstes integriertes
Diagnostik-Unternehmen zu werden. Mithilfe
all dieser Lösungen ermöglicht Siemens
Medical Solutions seinen Kunden, sichtbare
Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im
administrativen Bereich zu erzielen – so
genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus
dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe
in Kliniken, Praxen sowie im Rahmen einer
integrierten Gesundheitsversorgung und
führen zu mehr Effizienz. Siemens Medical
Solutions beschäftigt weltweit mehr als
41.000 Mitarbeiter und ist in über 130
Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2006 (30.
September) erzielte Siemens Medical
Solutions einen Umsatz von 8,23 Mrd. € sowie
einen Auftragseingang von 9,33 Mrd. €. Das
Bereichsergebnis betrug 1,06 Mrd. €.
Weitere Informationen unter: http://www.siemens.com/medical
Informationsnummer: Med US 200703.027 d
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